Die schönsten Skihütten für Skitourengeher

29.09.2011

Mit dem Skifahren an sich assoziiert man meistens schöne Abfahrten auf breiten Pisten oder in traumhaften Tiefschneehängen. Die Strapazen des Aufstiegs erspart man sich mit einer gemütlichen Liftfahrt, oben am Berg ist man ausgeruht und fit für die kommenden Abwärtsschwünge.

Für viele jedoch bedeutet Skifahren weitaus mehr als sich faul nach oben gondeln zu lassen und auf präparierten Pisten hinunter zu wedeln. Die Abenteurer, von denen wir hier sprechen, erobern die höchsten Gipfel der Alpen zu Fuß. Auf Skiern spuren sie sich ihren Weg Richtung Himmel, genießen oben angekommen atemberaubende Aussichten und fahren dann in Tiefschneehänge ein, die an diesem Tag wahrscheinlich noch niemand anderes berührt hat. Wahrlich unvergesslich!

Die Alpen sind für ambitionierte Skitourengeher ein traumhaftes Revier. Doch viele Ziele sind nur in Zweitagesmärschen zu erreichen, ein Stopp in einer Skihütte ist meistens ein Muss. Die Zeitschrift Alpin hat sich mal auf die Suche nach den größten Skihütten auf legendären Skirouten in den Alpen gemacht – und ist fündig geworden. Hier präsentieren wir Skitourengehern ein paar davon:

Monte Rosa Hütte, Walliser Alpen

Wer einmal ganz hoch hinaus will und einige Westalpengipfel „abhacken“ möchte, der ist in der Monte Rosa Hütte richtig. Man erreicht sie über Zermatt von der Station Rotenboden und der Gronergratbahn in 2 Stunden. Die Hütte ist von März bis September geöffnet und bietet ganze 150 Schlafplätze. Von der Monte Rosa Hütte erreicht man unter anderem die Dufourspitze (4.634 m), die Parrotspitze (4.432 m) und die Signalkuppe (4.554 m).

Rifugio Cesare Branca, Ortler

Das Ortlergebiet befindet sich sowohl in Südtirol als auch in der italienischen Lombardei. Die Hütte, auf 2.493 m gelegen, bietet sich als idealer Ausgangspunkt für Skitouren auf den Cevedale, der Cima di Peio oder den Palon de la Mare an. Übrigens: der Rifugio Cesare Branca ist was für Genießer. Die Küche ist ausgezeichnet!

Essener-Rostocker Hütte

Dreiherrnspitze (3.499 m) und Simonyspitzen: das sind nur zwei Berge eines ganzen Gipfelreigens, dem man in der Essener-Rostocker Hütte zu Füßen steht. Vom Osttiroler Virgental ist die 100 Schlafplätze bietende Skihütte in zwei Stunden erreichbar. Sie ist hochmodern eingerichtet und wird ökologisch korrekt versorgt. Neben den obengenannten Klassikern der Venedigergruppe erreicht man von der Essener-Rostocker Hütte auch den großen Geiger mit 3360 m oder den Großen Happ mit 3.350 m. Die Hütte ist von Mitte März bis Anfang Mai geöffnet.

Berliner Hütte, Zillertaler Alpen

Die Berliner Hütte in den Zillertaler Alpen ist im Winter eindeutig was für Abstinenzler. Sie ist nicht bewirtschaftet, bietet aber einen gut ausgestatteten Winterraum mit 14 Schlafplätzen. Von der 2.040 m hoch gelegene Hütte – man erreicht sie von Zemmgrund aus – kommt man auf Tourenskiern zum Beispiel auf den Großen Möseler, die Berliner Spitze (auch 5. Hornspitze genannt) oder auf den Schwarzenstein.