Tipps zum Skihelm-Kaufen

07.12.2011

Spaß und Sicherheit auf der Skipiste gehen Hand in Hand. Mit Köpfchen Skifahren bedeutet dabei nicht nur, mit individuell angepassten Skiern unterwegs zu sein und das eigene Können bei der Pistenwahl nicht zu überschätzen, sondern auch das Köpfchen entsprechend zu schützen – was seit einigen Jahren auch vermehrt getan wird.

Ob Jung oder Alt, Carver oder Freestyler, dank Helmpflicht für Kids (in Österreich und Italien) und steigendem Bewusstsein bei Erwachsenen üben viele ihren Lieblingssport heute bereits mit Helm aus. Mit gutem Grund, schließlich gehen Stürze und Unfälle derart geschützt in der Regel doch weitaus glimpflicher aus als ohne.

Vorausgesetzt, der Helm sitzt perfekt. Um das zu gewährleisten, muss man beim Kauf einige wesentlichen Dinge beachten. Auf jeden Fall sollte man sich ausreichend Zeit nehmen und mehrere Modelle unterschiedlicher Hersteller in Ruhe ausprobieren.

  • Passform und Größe: Dass der Helm individuell probiert werden muss, ist klar. Ob die Größe die richtige ist, testet man am besten, indem man den Kinnriemen offen lässt und den Kopf dreht und leicht schüttelt. Wenn der Helm dabei nicht verrutscht, aber auch nicht übermäßig drückt, passt er. Etwas regulieren kann man die Größe zwar meist mithilfe eines Drehknopfes, das sollte jedoch nur zur Feinanpassung dienen. Prüfen sollte man auch, ob man mit dem Helm noch gut hören kann.
  • Kinnriemen: Der Kinngurt hält den Helm im Falle eines Sturzes am Kopf. Bei Belastung bzw. Zug muss er sich jedoch leicht lösen. Außerdem sollte er mit Handschuhen bequem zu öffnen und zu schließen sein.
  • Kombination mit Skibrille: Für die Skibrille muss es eine Befestigungsmöglichkeit am Helm geben, sodass sie ebenfalls gut sitzt, weder drückt noch verrutscht und schon gar nicht herunterfallen kann. Das Sichtfeld darf weder vom Helm noch von der Brille auf dem Helm eingeschränkt werden. Am besten, man nimmt die eigene Skibrille zum Helmkauf mit bzw. probiert und erwirbt beides zusammen.
  • Belüftungssystem: Für optimalen Tragekomfort benötigt ein Helm zu guter Letzt ein funktionierendes Belüftungssystem, wobei einstellbare Schieber meist einfacher handhabbar sind als solche mit Einlagen, Polstern oder ähnlichem.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten von Helmen, die sich je nach Herstellungsart, Material und damit auch Gewicht unterscheiden. Zu empfehlen sind insbesondere jene mit Außen- und Innenschale (sog. Dual Shell oder Anti-Shock), durch die ein Stoß doppelt abgefedert wird. Für Frauen und Kinder eignen sich die leichteren Modelle besser.

Was Sicherheit und Zuverlässigkeit der Helme an sich anbelangt, braucht man sich prinzipiell keine Sorgen machen, da alle auf dem europäischen Markt angebotenen Modelle festgelegten Sicherheitsnormen entsprechen müssen. Bei im Internet erhältlichen Billighelmen, z.B. aus Fernost, ist jedoch Vorsicht geboten.

Einen neuen Helm zulegen sollte man sich wenn man noch keinen besitzt, wenn er älter als drei bis fünf Jahre ist oder wenn man einen schweren Sturz hinter sich hat, denn dann können auch kleinste Risse im Helm die Sicherheit gefährden.