Spaß beim Schneeschuhwandern

22.12.2011

Man durchstreift die idyllische Winterwelt und erreicht Landschaften, die – zumindest seit dem letzten Schneefall – noch niemand betreten hat. Ringsum nichts als Natur, absolute Ruhe und strahlender Sonnenschein oder leichter Schneefall. Schneeschuhwandern hat schon was. Damit man den Sport, das Natur- und Bergerlebnis in vollen Zügen genießen kann, hier einige Hinweise.

Während die Ureinwohner Amerikas die ursprünglich aus Zweigen und Fellen bestehenden Geräte dazu nutzen, im Tiefschnee vorwärts zu kommen, sind Schneeschuhe heute trendige und technische Wintersportutensilien, die in zahlreichen Varianten erhältlich sind.

Material & Einsatzbereich: Im Allgemeinen unterscheidet man die klassischen Modelle, die aus einem fest bespannten Alurahmen bestehen und solche, die meist kürzer und vollständig aus hartem Kunststoff sind. Erstere eignen sich gut für flaches Gelände und weichen Schnee. Wer auch mal auf einen Gipfel möchte, ist mit der technischeren Kunststoffvariante mit Krallen und Spikes besser bedient.  

Größe: Je größer bzw. schwerer der Schneeschuhwanderer ist, desto größer und stabiler sollte der Schneeschuh gewählt werden, um ein Einsinken effektiv zu verhindern. Der Schneeschuh sollte aber dennoch nicht zu breit sein, damit man nicht breitbeinig gehen muss. Für Frauen gibt es oft eigene Modelle, die kürzer und schmäler sind.

Bindung: Leichte Bedienbarkeit (auch mit Handschuhen), flexible Regulierung und natürlich zuverlässiger Halt sind die wichtigsten Eigenschaften einer guten Schneeschuhbindung. Sehr bequem sind Bindungen mit Riemen und einem Kunststoffteil am vorderen Fußende.

Spezielle Features: Um bei steileren Anstiegen und auf hartem Schnee nicht zu rutschen, benötigt man Schneeschuhe mit einem griffigen Harscheisen und einer leicht gebogenen Schaufel. Auch eine Steighilfe, die bei Bedarf aufgeklappt werden kann, erleichtert das Aufwärtsgehen.

Grundsätzlich gilt: Wer sich neue Schneeschuhe anschaffen will, sollte sich immer für qualitativ hochwertige Modelle entscheiden. Sie sind zwar etwas teurer, ersparen einem jedoch viel Ärger und vor allem auch das Risiko, aufgrund von Materialdefekten in hohem Schnee zu versinken.

Das Schöne am Schneeschuhwandern ist, dass man dazu eigentlich keine besonderen Fähigkeiten mitbringen und auch keinen Kurs wie beim Skifahren belegen muss. Wer jedoch in den Bergen unterwegs ist muss – genauso wie Skitourengeher und Freerider – über eine entsprechende Erfahrung verfügen, gut ausgerüstet sein und Schneelage und Lawinengefahr beachten!