Freeride – Genuss pur!
Schschschschsch… macht der Tiefschnee, wenn man durch ihn hindurch gleitet, weit und breit nur Schnee, Himmel und die besten Freunde. Tiefschneefahren oder Freeriden ist der neue Trend im Wintersport. Die Skifahrer suchen Freiheit und unberührtes Gelände, sie suchen den Kick und vielleicht auch das Risiko.
Zum Freeriden muss man nicht nach Amerika oder Kanada fahren. Die Alpen bieten unbegrenzte Möglichkeiten. Steile, enge Coloirs oder weite Genusshänge: am Arlberg, in Chamonix und nicht zuletzt auch in den Dolomiten kommen auch die erfahrensten Freerider auf ihre Kosten.
Doch Freeriden ist immer mit Risiko verbunden. Kaum bewegt man sich abseits gesicherter und präparierter Pisten, begibt man sich in Lawinengefahr. Und je schöner der Pulverschnee, umso höher die Gefahr von einer Lawine verschüttet zu werden. Deshalb ist Vorsicht geboten, wenn man sich zum Tiefschneetanzen entschließt.
Vor der Tour sollte man sich unbedingt den Lawinenlagebericht ansehen und die Wettervorhersage studieren. Besteht große Lawinengefahr sollte man sich gar nicht erst in den Tiefschnee wagen. Passen die Bedingungen und man entschließt sich zur Tour, muss im Rucksack unbedingt eine Schaufel und eine Sonde sein, das Lawinenverschüttetensuchgerät hingegen muss, auf "Senden" gestellt, am Körper getragen werden. Natürlich muss man die Kameradenrettung vorher akribisch üben, um im Ernstfall richtig und schnell reagieren zu können.
Hänge müssen immer einzeln befahren, Wartepunkte sollten außerhalb der Falllinie gewählt werden. Wichtig ist, seine Partner immer im Auge zu behalten, um bei einer eventuellen Verschüttung schneller bei ihm oder ihr zu sein.
Tiefschneefahren ist ein gefährlicher Genuss. Auch bei genauester Planung und guter Spurenwahl bleibt immer ein Restrisiko. Daher ein Tipp zu letzt: wer alles riskiert, kann böse enden. Deshalb lieber einmal verzichten und noch hunderte Tiefschneefahrten vor sich haben!!