Andermatt
Vom Gemsstock, an dessen Fuß sich das verwinkelte Dorf duckt, kann man den Blick von den Glarner Alpen im Nordosten über die Tessiner Berge im Süden bis zu den Walliser Alpen und dem Mont-Blanc im Westen schweifen lassen. Der Beinahe-Dreitausender ist ein Paradies für Skicracks , Boarder und Tiefschneefans. Familien, Genussfahrer und Anfänger tummeln sich am Gütsch und Winterhorn.
"Mir ist´s unter allen Gegenden, die ich kenne, die liebste und interessanteste." So urteilte Johann Wolfgang von Goethe, der insgesamt dreimal durch das Urserental auf den Gotthardpass zog, 1779 über das im Herzen der Schweiz gelegene Tal. Andermatt war damals ein bedeutender Umschlagplatz für die Gotthardpost und in den Kutschen nach oder von Italien saßen hin und wieder auch illustre Passagiere.
Die Zeiten, da der Gotthard vor allem ein hohes Verkehrshindernis darstellte, sind vorbei - Züge und Autos fahren längst nicht mehr über, sondern durch den Berg. Deswegen ist in Andermatt Ruhe eingekehrt, ganz besonders im Winter, wenn die drei Alpenpässe über dem Talboden - Gotthard, Oberalp und Furka - metertief unter Schnee begraben und geschlossen sind.