Zermatt
Das Postkartenmotiv kennt jeder: Zermatt im Talschluss des Mattertals und darüber das markante Felshorn des Matterhorns. Die einzigartige Kulisse machte das abgeschiedene Bergdorf im hintersten Winkel des Wallis weltweit bekannt. Seinen traumhaften und weitläufigen Pisten - vis-á-vis und am Fuß des stolzen Viertausenders gelegen - verdankt Zermatt seinen Ruf als einmaliges Wintersportgebiet.
Am 14. Juli 1865 lagen am Matterhorn Triumph und Tragödie nur wenige Stunden auseinander: Zunächst hatte der Engländer Edward Whymper zusammen mit sechs Begleitern in einem kühnen Vorstoß erstmals den Gipfel erreicht, musste aber beim Abstieg mit Entsetzen erleben, wie vor seinen Augen vier Mitglieder seiner Mannschaft in den Tod stürzten. Die Sensation der Erstersteigung des einzigartigen Berges ebenso wie die Schreckensnachricht trugen den Namen Zermatts damals hinaus in die weite Welt - und lockten Touristen in das abgelegene Walliser Tal.
Bereits 27 Jahre vor der Katastrophe am Berg hatte der Wundarzt Josef Lauber eine bescheidene Dorfwirtschaft mit gerade mal drei Betten eröffnet, um die ersten vereinzelten Reisenden zu beherbergen. Es waren zumeist Naturforscher und Bergsteiger, die sich über den Theodulpass von Süden her oder durch das enge Mattertal nach Zermatt gewagt hatten, um sehr zur Verwunderung der Dörfler die Gipfel der umstehenden Berge zu erklimmen.