Erstaunlich ist, dass dieses erstklassige Skigebiet, in dem 95 Lifte und Bergbahnen mehr als 400 Pistenkilometer erschließen, keine Weltcup-Ambitionen hat. So ist der Ausbau weltcupwürdiger Pisten zu Gunsten des normalen Skitourismus in den Vier Tälern auf der Strecke geblieben.
Lediglich Veysonnaz besitzt mit der Piste de l´Ours, der Bärenpiste, eine weltcupwürdige Rennstrecke. Anspruchsvoller und bei entsprechenden Schneeverhältnissen äußerst schwierig sind die zu Nendaz gehörenden Nordhänge am Plan du Fou (2430 m), den man per Sesselbahn von Siviez (1730 m) aus erreicht.
Die attraktivste und längste Abfahrt des gesamten Gebietes liegt oberhalb von Verbier. Sie führt vom Col des Gentianes aus 2950 Metern hinunter nach Tortin (2050 m) und weiter nach Siviez (1730 m), der Drehscheibe der Vier Täler mit Liftverbindungen in alle Himmelsrichtungen. Wer von ganz oben vom Mont Fort aus 3330 Metern Höhe startet, muss schon genügend Konditon für diese außergewöhnliche Strecke mitbringen.
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Den Mont Fort, gewissermaßen der Hausberg von Verbier, darf man in keinem Fall versäumen. Mit der Seilbahn "Jumbo des Neiges" geht es über die Zwischenstation Col des Gentianes, wo im Sommer die Enziane blühen, hinauf auf diesen Paradegipfel, der für seinen weiten Rundblick über die Westalpen (angeblich mehr als 50 Viertausender) berühmt ist.
Anspruchsvoll gestaltet sich auch die Abfahrt von der Chassoure (2740 m) rund tausend Höhenmeter hinunter nach Siviez, die Alternative zur Col-des-Gentianes-Piste, um von Verbier in die anderen Skigebiete der Vier Täler zu gelangen.
Trotz des sportlichen Charakters finden auch skifahrerisch weniger Ambitionierte ihr Terrain. Beispielsweise rund um die bereits erwähnte 2354 Meter hohe Savoleyres, deren sanfte Pisten sich bis an den Ortsrand von Verbier und auf der anderen Seite bis La Tzoumaz hinunterziehen. In diesem Pistengebiet liegt oberhalb von Verbier "La Marmotte", bekannt wegen seiner vorzüglichen Walliser Küche. Ebenfalls gemütliches Skifahren versprechen die Pisten am benachbarten Croix de Coeur (2174 m) sowie die sanften Hänge am Tracouet (2200 m) oberhalb von Nendaz sowie rund um Thyon 2000, wo im "Aux Chottes", einem ehemaligen Kuhstall, das Personal zur Mittagszeit nach üppigem Trinkgeld mit mächtigen Kuhglocken scheppert.
Wer an einem Tag von Verbier aus die "große Runde" bis ans östlichste Ende über Thon 2000 hinaus plant, der muss früh aufstehen und rechtzeitg an die Rückkehr denken. Sonst kann es ihm passieren, dass er zu spät dran ist, den letzten Lift zurück nicht mehr erreicht und sich ein Nachtquartier in einem andern Ort suchen muss.