Engadin/St. Moritz
»Top of the World«: An Selbstbewusstsein hat es den Engadinern noch nie gemangelt. Sprachgewandt, geschäftstüchtig und für Neuerungen aufgeschlossen waren sie auch schon immer. Also haben sie bereits vor knapp 200 Jahren damit begonnen, die Naturschätze ihres Tals auf lukrativere Weise als durch Ackerbau und Viehzucht zu vermarkten, und das Ergebnis ist echt »Spitze«. Der selbstbewusste Slogan, mit dem das Oberengadin im Allgemeinen und St. Moritz im Speziellen für sich werben, lässt sich mit geographischen Fakten natürlich nicht untermauern: Weder der Grund des breiten Tales noch die benachbarten Gipfel tauchen in der Liste der Weltrekorde auf.
In der globalen Ski- und Après-Ski-Geographie hat es mit der Weltspitze jedoch durchaus seine Richtigkeit. Wo sonst auf unserem Planeten Erde gibt es eine Region, die ein solch ausgedehntes und attraktives Pistenrevier mit einem so weitläufigen und anspruchsvollen Loipennetz verbindet? Während in anderen Wintersportregionen praktisch immer eine Gruppe zu kurz kommt, kommen im Oberengadin sowohl die Alpinskifahrer wie die Langläufer voll auf ihre Kosten. Und für die Rennrodler, Bobfahrer und Aktiven anderer, zum Teil sehr exklusiver Wintersportarten ist darüber hinaus auch noch reichlich Platz - kein Wunder, dass St. Moritz bereits zweimal (1928 und 1948) Austragungsort Olympischer Winterspiele war. Wenn irgendwann einmal auch Après
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