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Jungfrau Region   Bewertungen
Höhenlage: 1034m - 2970m     Skialpin: 4 Sterne
Pistengesamtlänge: 426     Langlauf: 2 Sterne
Leichte Pisten: 115   Kinder: 4 Sterne
Mittlere Pisten: 245   Snowparks : 5 Sterne
Schwere Pisten: 66   AprÞs-Ski: 3 Sterne


Jungfrau Region 

Kennern klingen die Namen des berühmten "Alpen-Trios" Eiger, Mönch und Jungfrau wie Musik in den Ohren, doch nicht wie die alpenländische Volksmusik, sondern eher wie eine dramatische Sinfonie, aus der jeder seinen persönlichen Paukenschlag heraushört: der Alpinist die Eiger-Nordwand, der Eisenbahnfan die Jungfraubahn, der Eiszeitgeologe das Lauterbrunnental und nicht zuletzt der skibegeisterte Zeitgenosse die Lauberhorn-Piste oder das Inferno-Rennen.

Die in der Schweiz stets akribisch geführte Fremdenverkehrsstatistik verrät, dass 25 Prozent der Gäste im Winter nicht zum Skifahren nach Grindelwald kommen. Und obwohl das Gletscherdorf im Berner Oberland zusammen mit seinen Nachbarorten Wengen und Mürren mit der Top Ski Region eines der attraktivsten Wintersportgebiete der Alpen besitzt, stehen wohl auch bei den restlichen 75 Prozent Skifahren und Snowboarden nicht allein im Vordergrund.

Historisches über das Skigebiet 

Dazu ist die großartige Hochalpenlandschaft hoch über dem Brienzer See und Thuner See einfach in jeder Hinsicht zu vielseitig, bietet ihren Gästen in den drei Skigebieten zwischen der Großen Scheidegg und dem Schilthorn Sehens- und Erlebenswertes vom Feinsten. Dies hat sich längst bis in die letzten Winkel der Erde herumgesprochen. Gäste aus mehr als 70 Ländern besuchen die Jungfrau-Region, die damit zweifellos die kosmopolitischste Ecke der Alpen ist - und das bereits seit mehr als 100 Jahren.

Noch heute erzählt man sich in Grindelwald die Geschichte, wie 1881 der erste Skifahrer in den Ort kam: ein exzentrischer Engländer, der seine Bretter schon im Hotelzimmer anschnallte, damit durch die Halle tapste und draußen mit einer langen Holzstange als Ruder über die Schneehänge glitt. Einem anderen Gast von den Britischen Inseln gelang im August 1858 die Erstbesteigung des Eiger (3970 m), des niedrigsten, aber alpinistisch schwierigsten im Trio Eiger, Mönch (4099 m), Jungfrau (4158 m).

Die Eiger-Nordwand, Inbegriff zahlreicher alpiner Tragödien in Fels und Eis, wurde erst 80 Jahre später bezwungen und seither immer wieder, in jeder Jahreszeit, im Alleingang oder in der Gruppe. Einer der Hauptanziehungspunkte für Touristen ist das Jungfraujoch (3454 m).

Seit 1912 fährt die Jungfraubahn von der Station Kleine Scheidegg durch einen rund sieben Kilometer langen Tunnel im Felsmassiv des Eiger zum höchstgelegenen Schienenbahnhof Europas. Dort erwarten die Gäste neben Restaurants in Top-Lage und dem in den Gletscher gehauenen Eispalast mehrere Aussichtsterrassen mit grandiosem Gipfelpanorama und der Blick auf den größten Eisstrom der Alpen, den Aletschgletscher.

Pistenrevier-Hüpfen

Die verschiedenen Bergbahnen, die gerade in der kalten Jahreszeit den Aktionsradius der Wintersportler beträchtlich erweitern und ein bequemes "Pistenrevier-Hüpfen" ermöglichen, sind ohnehin ein eigenes Kapitel. Kaum eine andere Region der Alpen ist so perfekt durch Bahnen unterschiedlichster Art erschlossen wie die Jungfrau-Region, und in keiner anderen ist der Gast auch so stark auf diese Verkehrsmittel angewiesen.

Ein obligatorischer Weg nach Mürren führt beispielsweise aus dem von den eiszeitlichen Gletschern tief ausgehobelten Lauterbrunnental mit einer Standseilbahn und dann mit einer Schmalspurbahn zu dem besonders bei den britischen Gästen beliebten, auf einer Sonnenterrasse gelegenen Wintersportplatz am Fuß des Schilthorns. Der hübsche Ort mit seinen alten und neuen Chalets bleibt so (fast) autofrei, was vor allem Eltern kleiner Kinder zu schätzen wissen.

Ebenso autofrei, doch um ein gutes Stück mondäner als das familiär-rustikale Mürren, ist das gleich gegenüber auf einer sonnigen Hangterrasse gelegene Wengen. Allein am Transport mit der Bahn kann es nicht liegen, dass sich die Preise hier in den zahlreichen Restaurants, Bars und Boutiquen auf einem höheren Niveau eingependelt haben. Doch das nehmen die Stammgäste angesichts der hervorragenden Lage am Rand des größten und abwechslungsreichsten Pistenreviers der Region gerne in Kauf.

Grindelwald ist auf dem Schienenweg, aber auch auf Straßen zu erreichen, mit dem eigenen Auto oder dem Reisebus, von dem sich reiselustige Japaner in Scharen an den Fuß des schon Ende der Sechzigerjahre von Landsleuten in der Japanerdirettissima bezwungenen "Eiger-San" kutschieren lassen.

Doch nicht nur für die Gäste aus dem Land der aufgehenden Sonne ist das berühmte, dabei aber erstaunlich ursprünglich gebliebene Bergsteiger- und Gletscherdorf ein absolutes Muss im Reiseprogramm. Babylonischer könnten das Sprachengewirr, die Speisenkarte und das Publikum kaum sein.

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