Klostertal/Arlberg
Das enge Tal vor dramatischer Hochgebirgskulisse hat sich vom Durchgangstal für alle, die nach Lech oder St. Anton fahren, zu einem bei Familien wie anspruchsvollen Skifahrern beliebten Urlaubsziel gemausert.
Statt Schickeria und Nobelhotels wie beim großen Bruder Arlberg prägen hier unkomplizierte Gäste und traditionelle Dörfer mit heimeligen Gasthöfen das Bild.
Der Arlbergpass hat schon viele Durchreisende gesehen: römische Legionen, Kreuzfahrer, Päpste und Könige. Im Mittelalter war er eine bedeutende Handelsstraße, auf der Salz, Erz und Wein transportiert wurden. Der Name Klostertal geht auf das 13. Jahrhundert zurück, als Johannitermönche ein "Klösterlin" als Herberge für Fuhr- und Kaufleute gründeten.
Jahrhunderte später wälzten sich die Blechlawinen der Skiurlauber durch das Tal, auch sie nur auf der Durchreise zu lohnenderen Zielen. Die Situation änderte sich durch den Bau einer Umgehungsstraße, die Braz, Dalaas, Wald, Danöfen, Klösterle, Langen und Stuben ihre Stille und Beschaulichkeit zurückgab. Stuben, zu Füßen der 2400 Meter hohen Albona gelegen, bildet den westlichen Einstieg in den riesigen Arlberg-Skizirkus.