The "Big 3": Skigebiete im Ötztal
Söldens hochgelegenes Skigebiet zählt mit 34 Liften und Bergbahnen und 150 Pistenkilometern zu den sportlichsten in Österreich. Darüber hinaus kann die Ötztal Arena etwas Einmaliges aufweisen: drei Dreitausender, von den Einheimischen auch stolz "Big Three" genannt, mit zwei Gletscherskigebieten.
Das gibt es in Österreich nicht noch einmal. Während die Gletscherpisten am Tiefenbachkogel (3309 m) und am Rettenbachferner unterhalb der Schwarzen Schneid (3370 m) mit Ausnahme der Weltcupstrecke eher sanften Charakter haben, fordert der Dritte im Bund, der Gaislachkogel (3058 m), auch die Sportlichsten heraus. Nicht von ungefähr nennen die Einheimischen diesen Dreitausender "ihren Sportberg". Neben rasanten Abfahrten reizen dort vor allem die Varianten in den steilen Rinnen unterhalb des Gipfels.
Silberne Pisten
Und weiter unten im Rettenbachtal, durch das sich die nur im Sommer geöffnete Gletscherstraße hinaufwindet, lockt die rasante Silberne Abfahrt, eine homologierte Rennstrecke, die bis an den Ortsrand führt. Auf der anderen Seite des Rettenbachtals liegt – angebunden durch eine moderne Sesselbahn - das familienfreundliche Pistenrevier am Giggijoch. Dort drängen sich vor allem am Wochenende auf weiten Genusshängen die weniger sportlichen Skifahrer. Standfestigkeit verlangen lediglich die Pisten vom Schwarzkogel und vom Hainbachjoch.
Die längste Piste
Die längste Strecke im gesamten Skigebiet, eine Mischung aus Abfahrt und Skiroute, führt von der Schwarzen Schneid nach Sölden. Bei einem Höhenunterschied von mehr als 1900 Metern misst sie exakt 14,5 Kilometer.
Attraktiver ist die Abfahrt vom Gaislachkogel nach Sölden, die bei einem Höhenunterschied von mehr als 1600 immerhin auch zehn Kilometer lang ist.
Lohnend und sehr empfehlenswert sind die vom Münchner Designprofessor Peter Schuck gestalteten Aussichtsplattformen auf den Big 3. Sportlichen Charakter haben auch die Skigebiete von Hoch- und Obergurgl am Talende, für die es gegen einen Zuschlag von zehn Euro (Kinder sechs Euro) eine gemeinsame Liftkarte mit Sölden gibt. Die durch eine Gondelbahn - den Top-Express - miteinander verbundenen Pistenreviere am Wurmkogel sowie am Festkogel und der Hohen Mut liegen allesamt oberhalb der Baumgrenze (siehe eigene Panoramakarte.
Für Familien
Eher für Eltern mit Kindern sowie für Anfänger und Genussskifahrer geeignet ist das Pistenrevier von Ötz am Taleingang, das seit dem Bau der Acherkogelbahn vor sechs Jahren erheblich an Zuspruch gewonnen hat. In Hochötz auf 2020 Metern erwartet den Gast ein Pistennetz von 27 Kilometern, das seit einigen Jahren auch vom Ötzer Seitental Ochsengarten (1500 m) mit einer Gondelbahn erreicht werden kann (siehe eigene Panoramakarte).
Familienfreundlichkeit zeichnet auch das Skigebiet von Vent aus, das eine Doppelsesselbahn und ein Schlepplift bis in 2680 Meter Höhe erschließen. Dazu kommen am Ortsrand zwei Schlepplifte, an denen vor allem Anfänger üben können.