Kitzbühel
Kitzbühel - der Name steht für Wintersport, Mythen und Legenden der internationalen Skiszene. Der Aufstieg vom kleinen Bergdorf zur kosmopolitischen Kleinstadt fand dabei seinen Ursprung bereits vor über 100 Jahren, als ein Skipionier ein kleines Skirennen mit Gleichgesinnten veranstaltete.
Er legte damit den Grundstein für den heutigen Weltcupzirkus und den Ruf Kitzbühels, das Mekka des internationalen Skisports zu sein. Hahnenkamm, Streif, Mausefalle: Wer kennt sie nicht, die weltberühmten Begriffe im alpinen Skirennsport? Als Skirennläufer kann man viele Rennen gewinnen, aber nur der Sieg in Kitzbühel adelt den Gewinner.
Streckenrekorde und Rennpioniere
So wie Franz Klammer, der 1975 einen Streckenrekord aufstellte und dann drei Jahre in Folge der strahlende Sieger in Kitzbühel war. Im Januar 1931 begann alles ganz klein mit einem Rennen, das der Ski-Pionier Franz Reisch für sich und seine Freunde veranstaltete.
Die Sache gefiel, und drei Jahre später durften sich auch die Damen beteiligen. Inzwischen hat sich jedoch einiges verändert: Lag 1937 die Bestzeit noch bei 3 Minuten und 53 Sekunden, entscheiden heute knappe zwei Minuten (1:58) über Sieg oder Niederlage.
Party, Spaß und Aprés Ski
Nicht nur die Rennzeiten, auch das Umfeld hat sich grundlegend gewandelt. Stand früher ausschließlich das Rennen im Vordergrund, wird Kitzbühel heute während der Renntage zu einer riesigen Party-Zone.
Zur angesagtesten Veranstaltung im Dunstkreis von Stars und Sternchen gehört die "Weißwurst-Party" beim Stanglwirt in Going. Wer nicht zum erlauchten und handverlesenen Kreis zählt, tröstet sich derweil an den vielen Open-Air-Bars in der Fußgängerzone. Am Wochenende kommen Zuschauer und Fans zu Tausenden in die kleine Bergstadt.
Eine kluge Verkehrsplanung erspart Kitzbühel den Kollaps: Großzügige Parkplätze liegen weiträumig vor der Stadt und ein Zug-Shuttle-Service bringt die Fans bequem und umweltfreundlich zum Renngelände. Dies ist auch heute noch jene Eisenbahnstrecke, die mit der Einweihung 1875 die Entwicklung des modernen Kitzbühels einläutete.
Geschichtliches
Das Hotel Schloß Lebenberg war dann 1888 das erste ganzjährig geöffnete Haus in Kitzbühel. Die illustre Gästeschar der frühen Wintersporturlauber kam überwiegend aus England angereist. 1909 wurde ein Moorbad errichtet - exakt an der Stelle, wo heute die Aquarena steht. Mit dem Bau der Hahnenkammbahn in den Jahren 1926 bis 1928 wurde der Kitzbüheler Hausberg einem breiten Publikum geöffnet. Die Region von Kitzbühel und den Orten Aurach, Reith und Jochberg gehört heute zweifelsohne zu den begehrtesten Zielen in den Alpen.