Mehr geht nicht mehr: Skifahren am Arlberg
Zum Arlberg-Skipass gehören nun 276 Kilometer Abfahrten und 174 Tiefschneekilometer. Und damit bietet das Gebiet eine Vielfalt an Pisten und Skirouten, die in den Ostalpen nirgendwo geboten wird. Das Skigebiet lässt sich in vier Bereiche unterteilen:
Da ist einmal die Albona. Die Pisten in der weitestgehend baumfreien Nordflanke sind mittelschwer und meist weitaus weniger stark frequentiert als andere Reviere. Am Rendl, gegenüber der St. Antoner Parade-Skiberge, erschließen die Lifte ein meist oberhalb der Baumgrenze gelegenes Gelände mit mittelschweren und einem Anfänger-Revier. Freerider können über die Riffelscharte (hier beginnt auch der 850 Meter lange Winterklettersteig) ins Hintere Rendlkar einfahren, finden dort ihr Eldorado und auch ohne Aufstieg oder Taxitransfer wieder zurück ins Skigebiet.
Die beiden legendären Skiberge von St. Anton heißen jedoch Galzig und Gampen/Kapall. Während der Gampen schon für die Ski-Weltmeisterschaften 2001 durch den Bau der Nasserein-Bahn und die Anlage neuer Pisten enorm aufgewertet wurde, zieht nun der Galzig mit der spektakulären Riesenrad-Seilbahn nach. Die Umsteigestelle von der Galzig- in die Vallugabahn gewinnt somit als Dreh- und Angelpunkt noch größere Bedeutung.
Die Tanzböden oder auch die eher sanfte Piste hinunter nach St. Christoph sind das Revier jener Arlberg-Fans, denen das berühmte Schindlerkar und das Mattun zu schwierig ist. Wer sich als nur wenig fortgeschrittener Skifahrer ohne Skiführer hierher verirrt, darf sich auf stundenlange Plagerei inmitten teils mächtiger Buckel gefasst machen. Während man sich darüber streiten kann, welche Arlberg-Piste die schönste ist, ist die längste Piste mit 10,2 Kilometern eindeutig definiert: Sie beginnt an der Bergstation der Vallugabahn und führt über die Ulmer Hütte bis nach St. Anton. Auf ihr verläuft zum Saisonabschluss auch das Jedermannsrennen "Der Weiße Rausch". Rund zwei Kilometer kürzer, aber landschaftlich noch eindrucksvoller ist die Strecke vom selben Startpunkt via Ulmer Hütte bis Stuben.
Wer die Tiefschneefreuden St. Antons genießen will, der sollte nicht ohne kundigen Führer aufbrechen. Anders wird man die schönsten Abschnitte in diesem weitläufigen Gebiet niemals finden und sich überdies im hochalpinen Gelände unnötig hohen Gefahren aussetzen.
Einige Kilometer talauswärts von St. Anton liegt Pettneu im Stanzertal, das über drei Lifte verfügt und ebenso wie die Orte Flirsch und Strengen seit 2005 zur Ferienregion St. Anton und somit zum Arlberg-Skipass gehört.