Montgenèvre
Das ehemals kleine Alpendorf am gleichnamigen Pass markiert das westliche Ende der "Milchstraße", eines grandiosen Skigebiets, das bis nach Sestrière und damit weit nach Italien hineinreicht. Viel junges, sportliches Publikum trifft sich hier; Familien schätzen die vergleichsweise moderaten Preise und die sanften Übungshänge direkt am Ort.
Schon lange bevor die Skiurlauber einfielen, zog es viele an oder genauer gesagt über den Montgenèvre-Pass, der auf eine Jahrtausende alte Geschichte zurückblicken kann. Hannibal samt Elefanten wählte zwar wahrscheinlich einen anderen Pass in der Nähe, aber fest steht, dass die Römer hier schon die Alpen überquerten. 1807 ließ Napoleon die alte Römerstraße zur Fahrstraße ausbauen.
Umgeben von lichtem Lärchenwald liegt der Ort auf 1850 Meter Höhe zu Füßen eines sonnigen Hochplateaus zwischen Janus und Le Chenaillet, dem eigentlichen Skigebiet von Montgenèvre, das mit einer eindrucksvollen Felskulisse aufwartet. Seit sich Montgenèvre mit den italienischen Skiorten Clavière, Cesana, Sestrière, Sansicario und Sauze d´Oulx zur wohlklingenden "Voie Lactée", der "Milchstraße" der Alpinskifahrer, zusammengetan hat, öffnet sich dem Winterurlauber darüber hinaus ein unvergleichlich größeres Skigebiet zwischen 1500 und 2800 Meter Höhe. Es erstreckt sich beiderseits der stark frequentierten Passstraße, die von Briançon nach Susa führt und ermöglicht ein wahrhaft grenzenloses Pistenvergnügen.
Die Kehrseite der Medaille ist, dass seither der Andrang der Touristen enorm zugenommen und Montgenèvre aufgrund einer regen Bautätigkeit leider viel von seinem ursprünglichen dörflichen Charme eingebüßt hat. Dafür wissen es die Gäste umso mehr zu schätzen, dass die ganze Gegend von einem extrem milden Klima verwöhnt ist und sich bei gleichwohl guten Schneeverhältnissen mit rund 300 Sonnentagen im Jahr brüsten kann