Skifahren in Les Deux Alpes
Sportlich gesehen scheidet das geräumige Hochtal die Spreu im Westen vom Weizen im Osten. Weniger geübte Skifahrer und Snowboarder fühlen sich auf den relativ sanften Hängen wohl, die westlich des Orts zum Pied Moutet (2339 m) ansteigen. Vis-à-vis erschließen zahlreiche Lifte, Kabinenbahnen und der Jandri-Express die gesamte Bergflanke bis hinauf zu den Gletscherfeldern unter den 3669 Meter hohen Pic de la Grave.
Dort oben wechseln Freerider zu den endlosen Tiefschneehängen unter der Meije, die erst nach mehr als 2000 Höhenmetern im Bergdorf La Grave enden, einem Mekka für Pistenabstinenzler. Helm- und Protektorenbewehrte "Pro-Rider" und solche, die sich dafür halten, geben dort in den steilen und buckligen Hängen und Couloirs ihr Bestes.
Gutes Orientierungsvermögen wird im Übrigen vorausgesetzt, entsprechende Erfahrung im alpinen Gelände und auf spaltigen Gletschern ebenso. Die Beschilderung ist spärlich und die Verlockung, einer feinen Pulverschnee-Route zu folgen, beträchtlich. Die Wege zurück zu Mittel- oder Talstation der La-Grave-Gondelbahn sind dagegen zumeist beschwerlich.
In Richtung Les Deux Alpes beginnen die Abfahrten auf dem ganzjährig geöffneten Gletscher eher sanft und sind auch von schwächeren Skifahrern problemlos zu meistern. Die umkurven genussvoll die schwarzen Pisten unter dem Tête Moute sowie die letzte Steilstufe nach Les Deux Alpes, während Könner auf den Direttissimas ein anspruchsvolles Finale erleben.