Balderschwang
Vom Käsen und Schmuggeln sollen die Siedler im abgeschiedenen Tal einst gelebt haben. Heute bestreiten die Einwohner von Balderschwang, das der Verwaltungsgemeinschaft Hörnerdörfer angehört, ihren Lebensunterhalt größtenteils mit dem Fremdenverkehr.
Kein Wunder, die höchst gelegene Gemeinde Deutschlands (1044 m) bietet Wintersportlern reichlich Schnee, eine gute Mischung aus gemütlichen und anspruchsvollen Abfahrten sowie über 40 Kilometer gespurte Loipen. Erreichbar ist das Bergdorf erst seit Anfang der Sechzigerjahre vom Illertal aus über die steile Riedberg-Pass-Straße.
Der Name Balderschwang geht zurück auf einen Bauern mit dem Namen "Balder", der das Tal im 14. Jahrhundert gerodet ("geschwendet") haben soll. Wenn im Frühjahr in tieferen Lagen die Schneedecke bereits dünner wird, liegt hier oben noch immer eine weiße Pracht - deshalb spricht der Volksmund auch von "Bayerisch-Sibirien".